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Diese Szene der Fischer, die auf den Fluss hinaus fuhren, um die Seele des Qu Yuan zu retten, wiederholt sich nicht nur in China jedes Jahr aus Tradition in Form von Drachenbootfestivals, sondern ist im Laufe der Zeit über Amerika und England bis hin nach Deutschland gekommen. In den 1970er Jahren beschloss die „Hong Kong Tourist Association“ ein Drachenboot-Festival als Werbung für Hong Kong zu organisieren. Das 1. Hong Kong International Dragonboat Race, das als Beginn der modernen Drachenboot-Geschichte gilt, fand 1976 mit zehn Mannschaften statt. Das erste Drachenbootrennen in Deutschland gab es 1987 im Rahmen der Kanurennsport-WM in Duisburg, doch sein Siegeszug begann im Jahre 1989 mit den Rennen im Rahmen des 800. Hafengeburtstages. In der Folge kam es vor allem in Norddeutschland zur Gründung von Teams. Diese waren zunächst eigenständige Gruppen und Vereine, doch schon bald erkannten viele Kanuclubs das Potenzial des Drachenbootsports und gründeten eigene Drachenboot-Abteilungen. Orte, in denen der Drachenboot-Sport einen hohen Stellenwert hat, sind Mannheim, Potsdam, Hannover, Minden, Wuppertal, Schwerin, Neubrandenburg, Essen, und Wiesbaden. Drachenboot ist im Programm der World Games, den Weltspielen der nicht-olympischen Sportarten, enthalten und strebt seine Anerkennung als olympische Disziplin an.
Ein Drachenboot ist ohne Kopf und Schwanz 12,5 Meter lang und ca. 1,16 Meter breit. An der Spitze ist ein nach überlieferten Motiven gefertigter Drachenkopf befestigt, das Heck bildet ein stilisierter Drachenschwanz. Moderne Boote sind aus Kunststoff und wiegen mindestens 250 Kilogramm, klassische Bootstypen wurden aus massivem Holz gefertigt und waren sind bis zu einer Tonne schwer. Das Boot wird von 16 - 20 Paddlern (oder und/oder Paddlerinnen), die auf Bänken paarweise neben einander sitzen, mit Stechpaddeln vorwärts getrieben. Im Bug befindet sich ein Trommler, der entgegen der Fahrtrichtung auf einem Podest sitzt und mit lauten Trommelschlägen die Paddelfrequenz vorgibt. Im Heck steht ein Steuermann, der mit einem langen Steuerpaddel die Richtung des Bootes bestimmt. Gepaddelt wird mit ca. einem Meter langen Stechpaddeln aus Holz oder Kunststoff. Jeder Paddler setzt das Paddel nur auf einer Seite ins Wasser. Boote und Paddel unterliegen einheitlichen Normen und werden bei Wettkämpfen in der Regel vom Veranstalter gestellt. Ziel der Wettkämpfe ist es, eine bestimmte Strecke so schnell wie möglich zu bewältigen. Als Streckenlängen haben sich 200/250 m (Sprint), 500 m (Kurzstrecke), 1000 m/2000 m (Mittelstrecke) sowie 3000–10000 m (Langstrecke) etabliert.
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